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Les Talens Lyriques Orchester

Les Talens lyriques © Eric Larrayadieu

Das Ensemble Les Talens Lyriques, dessen Name von Rameaus Les fêtes d’Hébés Untertitel herrührt, wurde 1991 von Christophe Rousset gegründet und hat seinen Schwerpunkt auf der Musik des 18. Jahrhunderts, wobei sein Repertoire vom Frühbarock bis zur Romantik reicht. Zum Teil unveröffentlichte Werke von Monteverdi, Cavalli, Händel, Couperin, Lully, Rameau, Purcell, Desmarest, Mondonville, Beethoven, Salieri, Traetta, Jommelli, Cimarosa, Martín y Soler, Mozart, Gluck, Cherubini, Berlioz, Massenet und Saint-Saëns wurden aufgeführt, in Zusammenarbeit mit namhaften Regisseuren und Choreografen wie Pierre Audi, Jean-Marie Villégier, David McVicar, Eric Vigner, Ludovic Lagarde, Mariame Clément, Jean-Pierre Vincent, Macha Makeïeff, Laura Scozzi, Natalie van Parys, Marcial di Fonzo Bo, Claus Guth, Robert Carsen, David Hermann, Christof Loy, Jetske Mijnssen, Alban Richard, David Lescot oder Phia Ménard. In unterschiedlich großer Besetzung, von einer Handvoll Musiker bis hin zu über 60 Personen, spielen sie weltweit nicht nur Opern, auch säkulare Madrigale, Kantaten, Airs de cour, Symphonien und Sakralmusik. Seit 2007 engagiert sich das Ensemble auch mit Jugend-Projekten an Pariser Schulen.

Ihre umfangreiche Diskographie umfasst an die 60 Einspielungen bei verschiedenen Labels. 1994 nahmen sie den berühmten Soundtrack für Gérard Corbiaus Film „Farinelli“ auf, der sich über eine Million Mal verkaufte.  Die 2019 bei PBZ veröffentlichte Aufnahme von Gounods Faust gewann zahlreiche Preise: Gramophone Choice, Presto Musical editor’s choice, Diapason d’or oder Choc Classica 2019. Zu ihren jüngsten Aufnahmen zählen Lullys Acis et Galatée sowie Christophe Roussets Cembalo Solos: z.B. Bachs Sieben Toccatas für Cembalo sowie dessen Die Kunst der Fuge, alle bei Aparté.

Im Theater an der Wien waren Les Talens Lyriques zuletzt 2020 bei Lullys Isis zu hören.